Gegen die richterliche Praxis der Gesetzesauslegung wird nicht selten der Vorwurf der Beliebigkeit erhoben, i. d. R. ohne ausreichende Materialbasis. Eric Simon unternimmt es daher, den Stand der Rechtsprechung zur Methode der Normkonkretisierung fur den Bereich der Strafrechts umfassend aufzubereiten. Aufgrund der dort geltenden Formenstrenge (Art. 103 II GG) ist dieses Rechtsgebiet als Prufstein fur methodisches Vorgehen besonders geeignet. Ausdruckliche wie implizite Stellungnahmen des BGH zu Methodenfragen werden systematisiert und auf Widerspruche hin untersucht. Dabei orientiert sich der Autor am klassischen Auslegungskanon und setzt Schwerpunkte bei der grammatikalischen und historischen Auslegung, da dort entscheidende Weichen gestellt werden (Auslegungsgrenze, subjektive/objektive Theorie). sber den Kanon hinaus wird nach Anhaltspunkten fur eine von der Rechtsprechung bevorzugte Rangfolge der Auslegungskriterien gesucht. Einsichten der Methodenlehre fliessen stets in die Urteilsanalysen ein. Insgesamt entsteht ein wertender Ruckblick auf 50 Jahre Auslegungspraxis des BGH. Ausgezeichnet mit dem Forschungsforderpreis der Freunde der Uni Mainz e. V. 2005.
Gegen die richterliche Praxis der Gesetzesauslegung wird nicht selten der Vorwurf der Beliebigkeit erhoben, i. d. R. ohne ausreichende Materialbasis. Eric Simon unternimmt es daher, den Stand der Rechtsprechung zur Methode der Normkonkretisierung fur den Bereich der Strafrechts umfassend aufzubereiten. Aufgrund der dort geltenden Formenstrenge (Art. 103 II GG) ist dieses Rechtsgebiet als Prufstein fur methodisches Vorgehen besonders geeignet. Ausdruckliche wie implizite Stellungnahmen des BGH zu Methodenfragen werden systematisiert und auf Widerspruche hin untersucht. Dabei orientiert sich der Autor am klassischen Auslegungskanon und setzt Schwerpunkte bei der grammatikalischen und historischen Auslegung, da dort entscheidende Weichen gestellt werden (Auslegungsgrenze, subjektive/objektive Theorie). sber den Kanon hinaus wird nach Anhaltspunkten fur eine von der Rechtsprechung bevorzugte Rangfolge der Auslegungskriterien gesucht. Einsichten der Methodenlehre fliessen stets in die Urteilsanalysen ein. Insgesamt entsteht ein wertender Ruckblick auf 50 Jahre Auslegungspraxis des BGH. Ausgezeichnet mit dem Forschungsforderpreis der Freunde der Uni Mainz e. V. 2005.
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