Barnes & Noble Die Bereitschaft, �ffentlich Meinung zu bekennen: Individuelle und situative Determinanten �ffentlicher Bekenntnisbereitschaft at Hamilton Place in Chattanooga, TN
Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wer seine Meinung zu gesellschaftlich relevanten Themen wann öffentlich bekennt und wer wann schweigt – die Frage nach der öffentlichen Bekenntnisbereitschaft. Ein Großteil der Forschung zur öffentlichen Bekenntnisbereitschaft bezieht sich auf die Theorie der Schweigespirale und liefert damit zwar einen stabilen, aber sehr begrenzten Beitrag zur Erklärung öffentlicher Bekenntnisbereitschaft. Jule Scheper nutzt einen breiteren theoretischen Zugang: Öffentliche Meinungsbekenntnisse werden als kommunikative Mehrebenenphänomene verstanden, die sowohl durch individuelle und situative Determinanten als auch ihre ebenenübergreifenden Interaktionen beeinflusst werden. Sie entwickelt ein theoretisches Mehrebenenmodell und überprüft es empirisch. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl individuelle als auch situative Determinanten bedeutsam sind. Auf individueller Ebene wird die Bekenntnisbereitschaft von der Meinungsführerschaft und Selbstwirksamkeitserwartung sowie wahrgenommenen Verhaltensnormen gefördert. Auf situativer Ebene wirken sich die Anwesenheit von Peers und mit der Meinung übereinstimmende Meinungsklimahinweise positiv aus. Die Ergebnisse legen nahe, dass die variierende Bekenntnisbereitschaft zu Verzerrungen in der Sichtbarkeit von Meinungen führen kann, da bestimmte Personen und Situationen eine Über- oder Unterrepräsentation von Meinungen begünstigen.
Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wer seine Meinung zu gesellschaftlich relevanten Themen wann öffentlich bekennt und wer wann schweigt – die Frage nach der öffentlichen Bekenntnisbereitschaft. Ein Großteil der Forschung zur öffentlichen Bekenntnisbereitschaft bezieht sich auf die Theorie der Schweigespirale und liefert damit zwar einen stabilen, aber sehr begrenzten Beitrag zur Erklärung öffentlicher Bekenntnisbereitschaft. Jule Scheper nutzt einen breiteren theoretischen Zugang: Öffentliche Meinungsbekenntnisse werden als kommunikative Mehrebenenphänomene verstanden, die sowohl durch individuelle und situative Determinanten als auch ihre ebenenübergreifenden Interaktionen beeinflusst werden. Sie entwickelt ein theoretisches Mehrebenenmodell und überprüft es empirisch. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl individuelle als auch situative Determinanten bedeutsam sind. Auf individueller Ebene wird die Bekenntnisbereitschaft von der Meinungsführerschaft und Selbstwirksamkeitserwartung sowie wahrgenommenen Verhaltensnormen gefördert. Auf situativer Ebene wirken sich die Anwesenheit von Peers und mit der Meinung übereinstimmende Meinungsklimahinweise positiv aus. Die Ergebnisse legen nahe, dass die variierende Bekenntnisbereitschaft zu Verzerrungen in der Sichtbarkeit von Meinungen führen kann, da bestimmte Personen und Situationen eine Über- oder Unterrepräsentation von Meinungen begünstigen.
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